Back to top

Geschichte mit anderen Augen

Auf den ersten Blick gibt es nur wenige Gemeinsamkeiten zwischen dem Weihnachtsfrieden des Jahres 1914 und Objekten in Museen, von denen niemand Notiz nimmt. Dasselbe gilt natürlich auch für den Holocaust und die Grenzen Europas. Dennoch hat jedes dieser vier völlig unterschiedlichen Geschehnisse oder Themen auf seine ureigene Weise dazu beigetragen, Europa und der Gesellschaft in den einzelnen Ländern des Kontinents ihr heutige Gestalt zu geben. Sie sind sämtlich Teile ein- und desselben Puzzles, das das Haus der Europäischen Geschichte (HdEG) seinen Besuchern im Jahre 2022 präsentieren wird.

Im Laufe des Jahres wird das HdEG in ungefähr zweimonatlichem Rhythmus sieben Bildungsveranstaltungen organisieren, bei denen solche so unterschiedlichen Themen behandelt werden, die untrennbar mit der Geschichte des Kontinents verbunden sind. Die Veranstaltungsreihe trägt den TitelGeschichte mit anderen Augen“.

Weitere Informationen zu Schwerpunktthemen und Terminen können Sie dem Veranstaltungskalender entnehmen (siehe unten).

Die Erzähler

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe werden Zeitzeugen, Historiker, Künstler und politische engagierte Bürger aus verschiedenen Bereichen ihre Geschichten erzählen und ihre Standpunkte darlegen. Gemeinsam mit ihnen werden die Teilnehmer der Veranstaltungen an besonderen Tagen, auf Festivals oder bei Gedenkveranstaltungen verschiedene Themen kennenlernen und ausloten.

Dazu werden verschiedene Lernformate genutzt, so zum Beispiel Gastvorträge, digitale Ausstellungen und mündliche Zeitzeugenberichte.

Warum „mit anderen Augen“?

Unterschiedliche Blickwinkel aufgrund unterschiedlicher Schwerpunkte ergeben unterschiedliche Sichtweisen. Indem die Teilnehmer die Zeitläufte mit den Augen verschiedener Betrachter verfolgen, können sie facettenreiche Momente im Lauf der europäischen Geschichte aus bisher unbekannten Blickwinkeln erfassen und so neue Einblicke gewinnen.

Ziel ist es, jeden Teilnehmer zu einem Mitkurator zu machen, um das Narrativ des Museums zu bereichern. Alle Teilnehmer, die sich äußern möchten, finden Gehör, und ihre Meinungen wurden berücksichtigt. Besonders interessant: Die persönlichen Erlebnisse der Teilnehmer können in das Narrativ des Hauses der Europäischen Geschichte einfließen.

Teilnahme an den Veranstaltungen

In der COVID-19-Pandemie mit ihren ständig wechselnden Bedingungen und Regelungen hat das HdEG alle realisierbaren Kontakt- und Kommunikationskanäle geöffnet. Unterstützt durch die neue digitale Infrastruktur versucht das Haus, die Grenzen zwischen der digitalen und der physischen Welt aufzuheben. Alle Veranstaltungen werden im Hybridformat durchgeführt– sie können sowohl online als auch vor Ort besucht werden. Unabhängig davon, wie Sie an den Veranstaltungen teilnehmen – persönlich im Museum oder über das Internet –, wird das Museumspersonal dafür Sorge tragen, dass Sie sich optimal und sinnvoll beteiligen können.

Weitere Informationen wird das HdEG auf seinen Kanälen in den sozialen Medien bereitstellen. Darüber hinaus wird es Webseiten zu den einzelnen Veranstaltungen der Reihe mit weiteren Einzelheiten zum Thema und zur Teilnahme geben, wenn der jeweilige Veranstaltungstermin näher rückt.

 

  • 23. Januar 2022    Aus der Perspektive von Überlebenden des Holocaust – VERSCHOBEN
  • 19. Februar 2022  Weihnachten in den Schützengräben aus der Perspektive von Historikern
  • 8. Mai 2022          Europa aus der Perspektive seiner jungen Menschen
  • 4. Juni 2022          Aus der Perspektive stolzer Liebender seit 1850
  • Oktober 2022        Europäische Grenzen aus der Perspektive von Reisenden
  • November 2022    Vergessene Gegenstände aus der Perspektive von Schatzsuchern
  • Dezember 2022     Menschenrechte aus der Perspektive von Menschen, die sie verteidigen