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PRESSEMITTEILUNGEN

Eröffnung der neuen Wechselausstellung „Jugend im Aufbruch“

1 Mär 2019

Am 1. März 2019 wird die zweite Wechselausstellung im Haus der Europäischen Geschichte unter dem Titel „Jugend im Aufbruch: Erwachsen werden in Europa (1945 – heute)“ eröffnet, die bis Ende Februar 2020 gezeigt wird.

Anhand von vier Generationen junger Europäerinnen und Europäer, die jeweils in den 1940er-, den 1960er-, den 1980- und den 2000er-Jahren ins Erwachsenenleben eintraten, werden die typischen Schlüsselerlebnisse junger Menschen beleuchtet: Schule, Ausbildung und Arbeitswelt, Liebe und Sexualität, die Herausbildung einer eigenen Persönlichkeit und die Teilnahme am politischen Leben.

Ähnlich wie die Geschichte der Kindheit in den 1960er‑Jahren und danach ist heute die Geschichte der Jugend ein zentrales Thema, für das sich die Forschung zunehmend interessiert. Junge Menschen gelten als wichtige gesellschaftliche Gruppe, unter anderem weil die jüngsten Ereignisse, wie etwa der 50. Jahrestag der 68er-Revolte, bewiesen haben, dass das Zusammenspiel von Jugend und Protest weiterhin über große Anziehungskraft verfügt.

Die interaktive Ausstellung zeigt den Besuchern, dass seit den 1940er‑Jahren grenzüberschreitende Kontakte und Beziehungen und der Einsatz für gesellschaftlichen Wandel und eine größere Freiheit des Individuums, aber auch das Streben nach materiellem Aufstieg und freiem Ausdruck der eigenen Kultur wichtige Elemente im Leben junger Europäerinnen und Europäer sind.

Diese Kräfte sind es auch, die das europäische Projekt geformt haben, und die Lage der jungen Generation gilt vielen als Barometer für den Zustand des Kontinents. In der Folge der Wirtschaftskrise manifestierten sich die Probleme vielerorts in Arbeitslosigkeit und Abwanderung junger Menschen. In der öffentlichen Debatte wurde sogar vor einer „verlorenen Generation“ junger Europäer gewarnt.

„Jugend im Aufbruch“ erzählt aus länderübergreifender Sicht, wie sich die jungen Menschen in den vergangenen 70 Jahren von einer Gruppe, die die geschichtlichen Entwicklungen passiv hinnahm, zu einer Gruppe entwickelte, die selbst Geschichte schreibt.

Das im Mai 2017 eröffnete Haus der Europäischen Geschichte befindet sich im Parc Léopold mitten im Brüsseler Europaviertel. Es zeichnet ein einzigartiges, weil länderübergreifendes Bild der Geschichte Europas. Seine Besucher sollen einen Eindruck von der Vielfalt der Blickwinkel und Interpretationen der Vergangenheit bekommen; sie sollen dazu angeregt werden, sich mit abweichenden Meinungen auseinanderzusetzen und dabei vorgefasste Standpunkte in Frage zu stellen, um ein vertieftes Verständnis der europäischen Geschichte zu gewinnen. Das Museum ist jeden Tag geöffnet, der Eintritt ist frei und seine Dauerausstellung wird in den 24 Amtssprachen der EU präsentiert.