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EUROPA IN SCHUTT UND ASCHE

1914 wurde zum Wendepunkt für Europa, das die Welt zu diesem Zeitpunkt politisch, wirtschaftlich und kulturell dominierte.

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs, des ersten großen Krieges seit Beginn der Industrialisierung, führte nicht nur auf den Schlachtfeldern zu nie dagewesenen Verwüstungen, sondern bedeutete auch für die gesamte Zivilbevölkerung Europas unermessliches Leid. Dieser vier Jahre andauernde beispiellose globale Konflikt erschütterte Europa in seinen Grundfesten.

Die Katastrophe des Ersten Weltkriegs war der Ausgangspunkt für das gewalttätigste Jahrhundert der europäischen Geschichte. Ihre traumatischen Auswirkungen haben sich tief in das kulturelle Gedächtnis Europas eingegraben.

Als Folge des Ersten Weltkriegs zerbrachen die bestehenden Weltreiche und neue Staaten entstanden. Pazifismus und der Gedanke der europäischen Einigung gewannen an Einfluss.

Der Zweite Weltkrieg wird oft als „totaler Krieg“ bezeichnet, bei dem zwischen Soldaten und Zivilisten kein Unterschied mehr gemacht wurde. Millionen Menschen fielen Massenhinrichtungen, Deportationen, Hunger, Zwangsarbeit und Bombardements zum Opfer oder wurden in Konzentrationslagern ermordet.

Entrance to Europe in ruins - third floor

DER ERSTE WELTKRIEG

Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs, des ersten großen Krieges seit Beginn der Industrialisierung, führte nicht nur auf den Schlachtfeldern zu nie dagewesenen Verwüstungen, sondern bedeutete auch für die gesamte Zivilbevölkerung Europas unermessliches Leid. Dieser vier Jahre andauernde beispiellose globale Konflikt erschütterte Europa in seinen Grundfesten.

Die Katastrophe des Ersten Weltkriegs war der Ausgangspunkt für das gewalttätigste Jahrhundert der europäischen Geschichte. Ihre traumatischen Auswirkungen haben sich tief in das kulturelle Gedächtnis Europas eingegraben.

TOTALITARISMUS KONTRA DEMOKRATIE

Als Folge des Ersten Weltkriegs gingen bestehende Weltreiche unter und neue Staaten entstanden. Pazifismus und der Gedanke der europäischen Einigung gewannen an Einfluss.

In ganz Europa war die parlamentarische Demokratie auf dem Vormarsch; in der Sowjetunion hingegen entstand die erste kommunistische Diktatur. 1939 waren die meisten der neu entstandenen Demokratien jedoch schon wieder gescheitert und die Mehrzahl der Europäer lebte unter autoritären oder totalitären Regimen, in denen das öffentliche und private Leben gewaltsam kontrolliert wurden und die persönlichen Freiheiten stark eingeschränkt waren.

1933 kamen die Nazis an die Macht und errichteten ein totalitäres Regime, das auf der angeblichen biologischen Überlegenheit der „arischen“ deutschen „Herrenrasse“ beruhte, die angeblich dazu ausersehen war, Europa zu beherrschen. Die Juden wurden für alle Probleme in Deutschland verantwortlich gemacht und man unterstellte ihnen, die Übernahme der Weltherrschaft zu planen.

DER ZWEITE WELTKRIEG

Der Zweite Weltkrieg wird oft als „totaler Krieg“ bezeichnet, bei dem nicht mehr zwischen Soldaten und Zivilisten unterschieden wurde. Millionen Menschen fielen Massenhinrichtungen, Deportationen, Hunger, Zwangsarbeit und Bombardements zum Opfer oder wurden in Konzentrationslagern ermordet.

Unter der Naziherrschaft fielen Millionen Menschen der systematischen Verfolgung und Ermordung zum Opfer. Sowohl sein Ausmaß als auch seine bürokratisierte Durchführung machen den Völkermord an den europäischen Juden zu einem in der Geschichte beispiellosen Ereignis. In Mittel- und Osteuropa, wo Nationalsozialismus und Stalinismus aufeinander prallten, wurde der Krieg mit besonderer Grausamkeit geführt.

DAS WERK DER ZERSTÖRUNG

Etwa 60 Millionen Menschen kamen im Zweiten Weltkrieg ums Leben. Annähernd zwei Drittel von ihnen waren Zivilisten. Zahlen allein reichen aber nicht aus, um das ganze Ausmaß der persönlichen Tragödien und die katastrophalen Auswirkungen dieser Ereignisse auf einzelne Bevölkerungsgruppen deutlich zu machen. Die hier ausgestellten Gegenstände erzählen von den menschlichen Schicksalen, die mit den Geschehnissen verbunden waren, und regen uns zum Nachdenken darüber an, wie Menschen Traumata und Verluste dieses Ausmaßes bewältigen können.