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„The Flamboyant Fake“: Frederic Clark - Ein Betrugsfall im Wandel der Zeiten von der Antike bis zur Aufklärung

Veranstaltungsart: 
Online-Diskussionsrunde
Event Category: 
Our Events
Zielgruppe: 
Erwachsene , Junge Besucher
Sprache der Veranstaltung: 
Englisch

„Liars Must Have Good Memories“: Thinking with Forgery, in Renaissance Europe and Beyond („Lügner brauchen ein gutes Gedächtnis“: Nachdenken über Fälschungen vom Europa der Renaissance bis zur Neuzeit)

Untersuchungen des Phänomens „Fälschung“ haben in den letzten Jahren über verschiedene wissenschaftliche Bereiche und Disziplinen hinweg an Popularität gewonnen, so dass man heute bereits von „Fälschungsstudien“ als einem kohärenten Teilbereich der Wissenschaften sprechen kann. Durch Studien dieser Art konnten einige traditionelle Narrative korrigiert werden, insbesondere ältere triumphalistische Erzählungen über das Aufkommen von Philologie, Geschichte und „rationaler Kritik“ im Europa der Renaissance. Seit dem 18. Jahrhundert oder eventuell sogar noch früher wurden Kritiker aus dem Zeitalter der Renaissance, darunter Lorenzo Valla und Erasmus, gefeiert, weil sie angeblich Fälschungen aufgedeckt und sich gegen Fälschung und Dogmatismus gewandt hätten. Fälschungen und Lügen gab es jedoch auch in der Renaissance – genauso wie heute. In diesem Gespräch werden die neuen Erkenntnisse im Bereich der Fälschungsstudien vorgestellt, um an ihrem Beispiel den komplexen Charakter der Kritik selbst und die häufig mit ihr verbundenen Paradoxe aufzuzeigen. Wann, wenn überhaupt, können Fälschungen als etwas Gutes betrachtet werden? Wie sollten Kritiker auf die Allgegenwart des Phänomens Fälschung über die historischen Zeiträume hinweg reagieren? Und wie kann das Studium der Renaissance schließlich Licht auf unsere derzeitige Situation am Anfang des 21. Jahrhunderts werfen?

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