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Online-Podiumsdiskussion der Reihe „Zwischen Wahrheit und Vertrauen“ - Das Leugnen von Verbrechen

Veranstaltungsart: 
Online-Diskussionsrunde
Event Category: 
Our Events
Zielgruppe: 
Erwachsene , Junge Besucher
Sprache der Veranstaltung: 
Englisch

In einem Satz, dessen Herkunft noch nicht geklärt ist, wurde die Wahrheit als „das erste Opfer des Krieges“ bezeichnet. Auch nach dem offiziellen Kriegsende dauert es noch Jahrzehnte, die Verbrechen aufzuklären, die von den Tätergruppen vertuscht und beschönigt wurden. Dies verursacht wiederum weitere psychologische Traumata und Probleme bei internationalen Beziehungen.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde ganz Europa zu einem Schlachtfeld, und die Entscheidung, wem man sein Vertrauen schenkte, hatte grundlegende Konsequenzen. Eines der bekanntesten Beispiele waren das Schweigen und die Täuschung im Zusammenhang mit dem Massaker von Katyń. Als die Sowjetunion zu Beginn des Zweiten Weltkriegs nach Osteuropa einmarschierte, war Terror ein Mittel der Wahl, um den Widerstand zu unterdrücken. 1940 wurden knapp 22 000 polnische Gefangene in einer Reihe von Hinrichtungen ermordet, die auch als das Massaker von Katyń bekannt sind. Die Sowjetunion leugnete das Verbrechen und manipulierte jahrzehntelang die Fakten. Familien warteten voller Hoffnung darauf, dass ihre Lieben eines Tages zurückkehren würden.

Weshalb werden Verbrechen geleugnet? Und welche Faktoren führen dazu, dass Fakten anerkannt werden? Welche Strategien des Leugnens gibt es, und wie beeinflusst das Leugnen der Verantwortung für Massenverbrechen durch die Täter selbst die Familien der Opfer und ihre Eigengruppe? Wie kann Versöhnung wirksam gefördert werden? Diese Fragen werden neben einer historischen Diskussion mit psychologischem Ansatz behandelt. Im Anschluss an die Diskussion haben Sie Gelegenheit, sich im Rahmen einer Fragerunde unmittelbar an die Experten zu wenden.

Gastrednerinnen und Gastredner:

•            Rezarta Bilali, außerordentliche Professorin für Psychologie und soziale Intervention, NYU Steinhardt

•            Alexei Miller, Professor für Geschichte, Europäische Universität Sankt Petersburg

•            Mirosław Filipowicz, Professor für Geschichte, Katholische Universität Lublin, ehemaliger Ko-Vorsitzender der Arbeitsgruppe für schwierige Fragen des polnischen Außenministers

•            Joanna Urbanek, leitende Kuratorin der Wechselausstellung „Fake (F)or Real“, Haus der Europäischen Geschichte

Moderation: Paul Salmons, Kurator und auf schwer zu vermittelnde Inhalte spezialisierter Pädagoge, Paul Salmons Associates

Einführung von Constanze Itzel, Museumsdirektorin des Hauses des Europäischen Geschichte

 

Hier (EUSurvey - Survey (europa.eu)) anmelden für die Online-Veranstaltung.